MONTAG -  29.04.2013
 
Allzeithoch bei jährlichen Investitionen
170 Millionen Euro unterstreichen herausragende Bedeutung Standort mit internationaler Bedeutung, Bayer HealthCare bleibt wichtiger Arbeitgeber in der Region

Standortleiter Dr. Klaus Jelich
Bayer HealthCare plant für das Jahr 2013 Investitionen von mehr als 170 Millionen Euro am Standort Wuppertal. Diese teilen sich auf in 117 Millionen Euro Neuinvestitionen und 57 Millionen Euro in Instandhaltungen. „Das ist die größte Investitionssumme innerhalb eines Jahres, die das Unternehmen bisher in Wuppertal getätigt hat“, erklärte Dr. Klaus Jelich, Standortleiter Bayer HealthCare in Wuppertal, am 29. April 2013 vor Journalisten. Die Höhe der Investitionen unterstreiche die Bedeutung des Standortes Wuppertal für Bayer HealthCare.

In Wuppertal stehen derzeit zahlreiche Projekte an. Ein Teil der Investitionssumme fließt in den Neubau zweier Mehrzweckanlagen für die Rivaroxaban-Produktion. Mit dem Rohbau wurde bereits im vergangenen Jahr begonnen. Die neue Anlage wird vorrausichtlich 2014 fertig gestellt. Rivaroxaban ist der Wirkstoff des oralen Gerinnungshemmers Xarelto®, der schon jetzt zu den zehn umsatzstärksten Produkten von Bayer HealthCare Pharmaceuticals zählt. Mit der Kapazitätserhöhung wird der steigende Bedarf durch weitere Zulassungen des Medikaments in zusätzlichen Indikationen gedeckt. Bisher ist Xarelto® in mehr als 120 Ländern zugelassen, wobei der Zulassungsstatus von Land zu Land variieren kann.

Zu den zugelassenen Anwendungsgebieten zählen die Prävention von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nichtvalvulärem Vorhofflimmern, die Prävention von venösen Thromboembolien nach geplanten Hüft- und Kniegelenksersatzoperationen und die Behandlung von tiefen Venenthrombosen (DVT) und Lungenembolien (PE) sowie die Prävention wiederkehrender DVT und PE.

Die gut gefüllte Produktpipeline von Bayer HealthCare führt ebenfalls zu der Erweiterung von Laborkapazitäten in der Chemischen und Pharmazeutischen Entwicklung. In diesem Bereich werden die Verfahrensschritte zur Herstellung neuer Wirkstoffe in einem großvolumigen Maßstab entwickelt. Darüber hinaus werden hier auch die Wirkstoffmengen für die Anwendung in klinischen Studien hergestellt. Die Investitionen fließen bei diesem Projekt in die Modernisierung eines vorhandenen sowie den Bau eines zusätzlichen neuen Laborgebäudes. Das neue Gebäude wird eine Grundfläche von mehr als 3.000 Quadratmetern haben und fünf Etagen hoch sein. Um hierfür Platz zu schaffen, wurden zwei alte Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße abgerissen. Die modernisierten und zusätzlichen Laborbereiche erlauben künftig einen noch flexibleren und effizienteren Einsatz der Kapazitäten in der chemischen und pharmazeutischen Entwicklung neuer Medikamente.

Des Weiteren plant das Unternehmen, die Kapazitäten für die Herstellung neuer rekombinanter Faktor-VIII-Entwicklungskandidaten in Wuppertal zu erweitern. Das rekombinante Protein wird für die Behandlung von Hämophilie A eingesetzt und wirkt damit gegen die sogenannte Bluterkrankheit. Hämophilie A ist eine genetische Erkrankung. Durch einen Mangel oder einen Defekt des Gerinnungsfaktors VIII (FVIII) ist die Blutgerinnung gestört. Bei den Betroffenen kommt es daher immer wieder zu Blutungen in Muskeln, Gelenken oder anderen Geweben, die zu Langzeitschäden führen können. Je früher ein Hämophilie-Patient Faktor VIII vorbeugend erhält, desto seltener sind Blutungen, wodurch die Lebensqualität jedes einzelnen Patienten steigt. Für die Zukunft erwartet Bayer HealthCare ein kontinuierliches Wachstum in diesem Therapiegebiet. Um den Bedarf zuverlässig bedienen zu können, ist der Neubau einer Fermentationsanlage in Wuppertal geplant.

Für die Planungsteams der umfangreichen Bauprojekte wird derzeit an der Ostseite des Werkes ein Bürokomplex in Fertigbauweise errichtet.

Standort mit internationaler Bedeutung

Wuppertal ist als Forschungs-, Entwicklungs- und Produduktionsareal ein hochintegrierter Standort von internationaler Bedeutung. Die Wirkstoffe von sieben der 15 umsatzstärksten Pharma-Produkte werden in Wuppertal hergestellt und weltweit vermarktet. Dazu zählen das Krebsmedikament Nexavar® zur Behandlung von Nieren- und Leberzellkrebs, der Blutdrucksenker Adalat®, die Antibiotika Avalox® zur Behandlung von Atemwegsinfektionen und Ciprobay®, das Diabetesmedikament Glucobay®, der orale Gerinnungshemmer Xarelto® und Levitra® zur Behandlung der erektilen Dysfunktion.

Die Bedeutung des Standortes zeigt sich auch in den neusten Zulassungsanträgen für Medikamente aus der Kardiologie-Pipeline. So wurde im Februar 2013 Riociguat® für die Behandlung von chronisch-thromboembolischer pulmonaler Hypertonie und pulmonal-arterieller Hypertonie in der EU und in den USA zur Zulassung eingereicht. Die Zulassungsbehörden in den USA prüfen den Antrag in einem beschleunigten Zulassungsverfahren, welches den hohen medizinischen Bedarf verdeutlicht. Im März 2013 sprach sich das European Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) für eine Zulassung von Xarelto® zur Prävention von kardiovaskulärer Sterblichkeit, Herzinfarkt oder Schlaganfällen nach akutem Koronarsyndrom aus.

Bayer HealthCare bleibt wichtiger Arbeitgeber in der Region

Bayer HealthCare zählt zu den großen Arbeitgebern im Bergischen Land. Insgesamt sind am Standort 2.517 Mitarbeiter beschäftigt. Davon arbeitet etwa die Hälfte im Forschungszentrum am Aprather Weg, die andere Hälfte im Werk an der Wupper. Damit ist die Mitarbeiterzahl gegenüber den Vorjahren nahezu konstant geblieben.

Auch die Ausbildung spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Im vergangenen Jahr standen am Standort insgesamt 216 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis in naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Berufen. Davon starteten im August insgesamt 75 junge Menschen in eine Ausbildung bei Bayer HealthCare in Wuppertal. Zehn von ihnen wurden in das Starthilfeprogramm aufgenommen, um sich auf eine Ausbildung vorzubereiten.

Engagement für Bildung und soziale Fragen in Wuppertal

Auch das soziale und gesellschaftliche Engagement hat einen hohen Stellenwert für das Unternehmen. Die Bayer Science & Education Foundation fördert seit 2007 wissenschaftliche Projekte sowie die schulische und wissenschaftliche Ausbildung mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften, Medizin und Technik. Zu den jüngsten Förderprojekten zählen zwei naturwissenschaftliche Unterrichtsreihen am Gymnasium Kothen, die die Stiftung mit insgesamt 9.000 Euro unterstützt hat. Seit 2007 wurden im Wuppertaler Umfeld 23 Schulprojekte mit insgesamt rund 276.000 Euro gefördert.

Die Bayer Cares Foundation fördert ehrenamtliche Projekte, die die Lebensumstände an den Bayer-Standorten nachhaltig verbessern und zur Lösung sozialer Aufgaben beitragen, mit bis zu je 5.000 Euro. Im vergangenen Jahr wurden sieben Wuppertaler Bürgerprojekte in die Förderung aufgenommen und mit mehr als 20.000 Euro bezuschusst. Bisher unterstützte die Bayer Cares Foundation bereits 23 Sozialprojekte im Wuppertaler Umfeld mit insgesamt rund 65.000 Euro.

Zusätzlich zum Stiftungsprogramm führt Bayer HealthCare in Wuppertal das Schülerlabor Baylab health fort. Hier experimentieren jährlich rund 3.000 Kinder und Jugendliche aus der Region unter qualifizierter Anleitung und erhalten Einblicke in die Welt der Wissenschaft. Das Baylab health war das erste Schülerlabor im Bayer-Konzern, es existiert in Wuppertal seit 1998. Nicht zuletzt aufgrund seines großen Erfolgs diente es als Keimzelle für weitere Baylabs an anderen Standorten.

In Planung ist – über die sozialen Aktivitäten des Unternehmens hinaus – der Bau eines neuen Kindergartens in der Nähe des Forschungszentrums am Aprather Weg. Das neue Gebäude soll sich auf einer Grundfläche von 1.000 Quadratmetern erstrecken und künftig eine qualifizierte Betreuung für Kinder im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren anbieten. „Mit diesem Kindergarten möchten wir das Angebot an Kinderbetreuung verbessern, von dem auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren können. Damit möchten wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber in der Region bleiben“, so Jelich. Darüber hinaus wird sich der Standort an der Renovierung und am Anbau des Kindergartens „Stoppelhopser“ an der Eddastraße beteiligen. Damit verbunden ist auch die Erweiterung der Kindergartenplätze für Kinder unter drei Jahren.

Seit dem vergangenen Jahr sponsert Bayer HealthCare zudem 38 Auszubildene im zweiten Lehrjahr mit einem Abonnement der Westdeutschen Zeitung. Zu Beginn des „Azubi-Abos“ sowie ein Jahr nach dem Start haben die Jugendlichen jeweils an einem Quiz teilgenommen. Der Vergleich der Antworten aus beiden Frage-Runden zeigt, dass sich das Allgemeinwissen der Zeitungsleser signifikant verbessert hat.

Darüber hinaus hat Bayer HealthCare im Oktober 2012 erstmals einen Preis für die beste Masterarbeit im Bereich Organische Chemie an der Universität Wuppertal vergeben. Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung soll auch im Jahr 2013 wieder für besondere Leistungen in der chemischen Forschung an Studenten verliehen werden und so die Zusammenarbeit mit der Universität Wuppertal weiter stärken. Zusätzlich zum Preis für die beste Masterarbeit im Bereich Organische Chemie ging in diesem Jahr der Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie, der von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verliehen wird, an die Wuppertaler Chemikerin Dr. Susanne Röhrig von Bayer HealthCare. Die Preisträgerin wurde für ihren Beitrag bei der Entdeckung und Entwicklung des Gerinnungshemmers Rivaroxaban ausgezeichnet.

Förderung von Kultur

Ein wichtiger Eckpfeiler im sozialen Engagement von Bayer ist auch die Förderung von Kultur. Im Zentrum des Veranstaltungskalenders stehen das jährliche Weihnachtskonzert des Bayer-Männerchors sowie der traditionelle Klavierzyklus. Zudem sponsert Bayer HealthCare das Sinfonie-Orchester Wuppertal, das in diesem Jahr ebenfalls seinen 150. Geburtstag feiert.

150 Jahre Bayer

Bayer feiert sein 150-jähriges Jubiläum weltweit mit einer Vielzahl von Aktivitäten. „Dem Standort Wuppertal als Wiege des Unternehmens kommt dabei eine besondere Bedeutung zu“, betonte Jelich. Hauptveranstaltung im Wuppertaler Umfeld ist eine Jubiläums-Feier in der Historischen Stadthalle am 21. September 2013. „Hierzu lade ich alle Wuppertaler bereits heute herzlich ein, mit uns gemeinsam zu feiern“, so Jelich. Im Zuge der verschiedenen konzernweiten Aktivitäten macht auch das Bayer-Luftschiff am 1. August 2013 Station in Wuppertal. „An diesem Tag, dem tatsächlichen Gründungstag des Unternehmens, wird es noch eine weitere Aktion geben, die wir derzeit als eine besondere Wertschätzung gegenüber der Stadt Wuppertal vorbereiten“, kündigte Jelich an.

Über Bayer HealthCare

Die Bayer AG ist ein weltweit tätiges, forschungsbasiertes und wachstumsorientiertes Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft und hochwertige Materialien. Mit einem Umsatz von rund 18,6 Mrd. Euro (2012) gehört Bayer HealthCare, ein Teilkonzern der Bayer AG, zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Das Unternehmen mit Sitz in Leverkusen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care sowie Pharmaceuticals. Ziel von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Bei Bayer HealthCare arbeiten weltweit 55.300 (Stand: 31.12.2012) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern. Mehr Informationen unter www.healthcare.bayer.de

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Zukunftsgerichtete Aussagen
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