MITTWOCH -  13.07.2011
 
Sicherheitskräfte für den Ernstfall gut gerüstet
Gemeinsame Feuerwehrübung bei Bayer HealthCare in Wuppertal

Ein Tankwagen, der nahe am „brennenden“ Gebäude steht, wird mit Wasser gekühlt.

Mehr als 60 Einsatzkräfte probten am Dienstag, 12. Juli 2011, am späten Nachmittag im Pharma- und Chemiepark Wuppertal von Bayer HealthCare den Ernstfall. Schwerpunkt der gemeinsamen Übung der Feuerwehr Wuppertal und der Bayer-Sicherheitskräfte waren die Themen Brandbekämpfung, Menschenrettung und Luftmessungen. Für die umfangreiche Übung rückten Einsatzfahrzeuge mit Martinshorn und Blaulicht in den Pharma- und Chemiepark an der Friedrich-Ebert-Straße ein.

„Ein gut eingespieltes Team ist wichtig, um im Ernstfall optimal reagieren zu können. Daher üben unsere Sicherheitskräfte regelmäßig gemeinsam mit der Feuerwehr Wuppertal und anderen zuständigen Behörden“, sagte Standortleiter Dr. Klaus Jelich, der an der Übung teilnahm. Der Leitende Branddirektor Siegfried Brütsch von der Feuerwehr Wuppertal ergänzte: „Wir sind dankbar für jede Gelegenheit, unsere Einsatzkonzepte zu erproben. Diese Übung ist ein weiteres Element in der jahrelangen, guten Zusammenarbeit mit Bayer“.

Szenario

In der Übung wurde folgendes Szenario durchgespielt: Beim Auswechseln eines Filters läuft Lösemittel aus, das sich aufgrund einer Funkenbildung entzündet. Es kommt zu einer Explosion mit Folgebrand. Zwei Mitarbeiter werden vermisst, sie sind schwer verletzt. Im weiteren Verlauf der Übung entwickelt sich aufgrund des Brandes eine starke Rauchwolke, die in Richtung südliche Stadtgebiete zieht.

Maßnahmen

In dieser Übung mussten zuallererst die Vermissten und vermutlich schwerverletzten Personen im Gebäude gefunden und aus der Gefahrenzone gerettet werden. Der Rettungsdienst der Feuerwehr nahm zunächst eine Erstversorgung der geretteten Personen vor und lieferte sie dann ins Krankenhaus ein. Zur Brandbekämpfung wurden mehrere Schaumrohre sowie eine halbstationäre Schaumlöschanlage eingesetzt. Das Gebäude musste geräumt und Nachbarbereiche sowie Anlagen durch Kühlung mit Wasser gesichert werden. Der Umweltmesswagen fuhr rountinemäßig verschiedene Messpunkte innerhalb und außerhalb des Werkes ab, um Luftmessungen vorzunehmen. Hätten die Werte im Ernstfall über den Grenzen gelegen, wären Mitarbeiter und Bevölkerung entsprechend gewarnt und mit Hinweisen für sicheres Verhalten versorgt worden.

Insgesamt handelte es sich um eine anspruchsvolle Übung, bei der sich mehrere Ereignisse – Menschenrettung, Brandbekämpfung und Luftmessungen – überschnitten haben und die Einsatzkräfte enorm gefordert waren.