Rückblicke

Fuchsin, Chinablau, Methylgrün – mit Farben in den Tönen des Regenbogens begann die Geschichte des Bayer-Konzerns: Am 1. August 1863 gründeten der Kaufmann Friedrich Bayer und der Färbermeister Friedrich Weskott in Wuppertal-Barmen die „Friedr. Bayer et comp.“ und begannen mit der Herstellung von Fuchsin.

Das junge Unternehmen wuchs rasant. Bereits 1866 entstand auf dem heutigen Werksgelände in Elberfeld das erste Fabrikgebäude zur Produktion von Anilin, einem Ausgangsprodukt für die Herstellung weiterer Farbstoffe.

Dabei sollte es nicht bleiben. 1888  kam das erste Arzneimittel von Bayer auf den Markt – das Fieber senkende Phenacetin. Neun Jahre später entstand im Wuppertaler Labor des Chemikers Felix Hoffmann ein weiteres Medikament, das heute Weltruhm genießt: das Schmerzmittel Aspirin®.

Zu dieser Zeit war das Unternehmen bereits über das enge Tal der Wupper hinaus gewachsen: 1891 hatte Bayer am Rhein Grundstücke erworben.

1912 wurde zwar der Firmensitz nach Leverkusen verlagert. Das Werk an der Wupper blieb weiterhin einer der wichtigsten Produktionsstandorte für pharmazeutische und landwirtschaftliche Produkte.

Zudem lieferten Wuppertaler Wissenschaftler nach wie vor bahnbrechende Ideen für den medizinischen Fortschritt. So entdeckte Prof. Dr. Gerhard Domagk in Elberfeld die Sulfonamide zur Behandlung von Infektionen. Dafür wurde er 1939 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Der Erforschung, Entwicklung und Produktion innovativer Arzneimittel fühlte sich Bayer in Wuppertal auch in der Folgezeit verpflichtet. 1967 entstand am Stadtrand das neue Bayer Pharma-Forschungszentrum, heute Forschungs- und Entwicklungszentrum genannt. Auch danach blieb dort und im Werk an der Wupper die Zeit nicht stehen. Labors und Produktionsanlagen werden kontinuierlich dem aktuellen Stand der Technik angepasst.

Im Werk steckt die Hochtechnologie vereinzelt hinter den Fassaden der Gründerzeit. Doch auch die Architektur des 21. Jahrhunderts ist bei Bayer in Wuppertal zu finden.